Campingland Deutschland steuert auf das sechste Rekordjahr in Folge zu

Foto: Camping-Anhänger © Peter H auf Pixabay
Foto: Camping-Anhänger © Peter H auf Pixabay

 
 
 

(lifePR) ( Berlin, November 20 ). Der Campingboom hat sich in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres weiter fortgesetzt und die Übernachtungszahlen konnten erneut gesteigert werden. So hat die deutsche Campingwirtschaft nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes von Januar bis August rund 30 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Rekordjahres 2018 entspricht dies einem Übernachtungsplus von 4 Prozent.

Während die Übernachtungen der einheimischen Gäste um 5 Prozent gestiegen sind, wurde bei den Gästen aus dem Ausland ein leichter Rückgang von 1,6 Prozent registriert. Wichtigster ausländischer Quellmarkt bleibt mit 1,98 Millionen Übernachtungen nach wie vor die Niederlande. Im zweitbedeutendsten ausländischen Quellmarkt, der Schweiz, sind die Übernachtungen um 1,2 Prozent auf knapp 560.000 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

Die größten Zuwächse bei den Bundesländern konnten das Saarland (+17,8 %), Sachsen-Anhalt (+12,2 %) und Berlin (+10,3 %) verzeichnen. Äußerst positiv ist zu erwähnen, dass in allen Bundesländern Zuwächse bei den Übernachtungszahlen verzeichnet werden konnten. Beliebtestes Campingland ist erneut Bayern mit 5,1 Mio. Übernachtungen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 4,4 Mio. Übernachtungen und Niedersachsen mit 4,3 Mio. Übernachtungen.

Dr. Gunter Riechey, Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland e. V., freut sich über den positiven Saisonverlauf und prognostiziert im Jahresergebnis Zuwächse von 4 Prozent bei den Übernachtungszahlen. Dennoch weist er darauf hin, dass man sich nicht auf den Erfolgen der letzten Jahre ausruhen dürfe: „Camping bedeutet als besonders naturnahe Urlaubsform Innovation und Erlebnis. Die Campingplätze in Deutschland dürfen nicht aufhören sich weiterzuentwickeln und sich an neuen Urlaubstrends zu orientieren und Themen wie zum Beispiel der Digitalisierung offen gegenüberzustehen. Auch moderne und außergewöhnliche Übernachtungsangebote, wie z.B. Mobilheime als Mietunterkünfte, könnten dabei zukünftig den entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.“ Hier beklagt die Branche allerdings den stockenden Ausbau des schnellen Internets im ländlichen Raum, fehlende Flexibilisierung im Arbeitszeitgesetz um den Anforderungen eines gästeorientierten Tourismus gerecht werden zu können und zum großen Teil veraltete Camping- und Wochenplatzverordnungen in den einzelnen Bundesländern.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Monatserhebung im Tourismus – August 2019